20180118AusstellungIchriecheriecheMenschenfleischFörderZalfenBähner-Sarembe – Michael Zalfen (stellv. Bürgermeister) und Marta Bähner-Sarembe (Stadträtin) lauschen den Erläuterungen des Künstlers Friedrich Förder (links).

Wie kommt eine Kunstausstellung zu dem ungewöhnlichen Titel „Ich rieche, rieche Menschenfleisch“? Er ist ein Zitat aus dem Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ der Gebrüder Grimm, erstmals erschienen im Jahre 1819.

Der Bergisch Gladbacher Künstler Friedrich Förder stellt dieses Zitat ins Zentrum seiner Ausstellung.  Und er schlägt mit den unterschiedlichen Elementen seiner Ausstellung die Brücke von den historischen Märchen zu den Populisten der Gegenwart. Seine Kunstwerke aus Holz und Papier werden flankiert von Ausschnitten aus sechs unterschiedlichen Märchen sowie aktuellen politischen Zitaten von und über Populisten.

Michael Zalfen (stellv. Bürgermeister) und Marta Bähner-Sarembe (Stadträtin) lauschen den Erläuterungen des Künstlers Friedrich Förder (links).

„Traditionelle Entwicklungsmärchen spiegeln zeitnahe Lebenswirklichkeiten, sowohl Prozesse würdiger Lebensgestaltung als auch verantwortungslose Bauernfängereien, wieder. Und wie in unserer heutigen Zeit versuchen Populisten auch in den tradierten Märchen, Ängste zu schüren, Begierden zu entfachen und Aggressionen zu wecken. Immer zum Schaden des Einzelnen oder einer Gesellschaft und immer zum vermeintlich eigenen Nutzen. Die Helden in diesen Märchen kennen jedoch die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge. Lügen sind mittlerweile auch als alternative Fakten zum Unwort des Jahres avanciert, während die Wahrheit weiterhin alternativlos bleibt“, erläutert Friedrich Förder.

Friedrich Förder erklärt die Details seiner Kunstwerke.

Unseren stellvertretenden Bürgermeister Michael Zalfen haben die Kunstwerke von Friedrich Förder auf der Vernissage in der Volkshochschule Bergisch Gladbach so begeistert, dass er eine Sonderführung für die SPD-Mitglieder, organisiert von der Fraktionsgeschäftsführerin Vera Werdes, initiierte.
„Faszinierend ist die Ausstellung, weil Herr Förder dem Betrachter drei Ebenen anbietet. Handwerklich hervorragende Arbeit steht im Kontext zu den illustrierten Märchen. Darüber hinaus werden die Werke und die Märchen über Kollagen von Zeitungsausschnitten in aktuelle politische Entwicklungen reflektiert. Das macht aufgrund der intellektuellen Anforderung Appetit auf mehr,“ betont Zalfen.

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